Der Nationalismus hat in Deutschland wieder Hochkonjunktur - davon zeugen nicht nur die Wahlerfolge der AfD. Doch immer schon gab es Künstlerinnen und Künstler, die sich nationalistischen Bestrebungen mit Witz und Wut entgegengestellt und Formen von Zugehörigkeit jenseits der Nation entworfen haben.
Von Heinrich Heine über Kurt Tucholsky, Mascha Kaléko und Christoph Schlingensief bis zu Bands wie Slime oder der Satirezeitschrift Titanic: Der Literaturwissenschaftler Stefan Hermes und der Theaterdramaturg Florian Hirsch rekonstruieren das faszinierende Spektrum der ästhetischen Nationalismuskritik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert und zeigen, wie sie auch die politischen Debatten unserer Gegenwart maßgeblich zu bereichern vermag.