Kirchliche Kindertageseinrichtungen stehen zunehmend vor der Herausforderung, ihre Arbeit unter veränderten gesellschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zu sichern. Sinkende Kirchensteuereinnahmen, gesellschaftliche Säkularisierung und steigende Anforderungen an frühkindliche Bildung erfordern neue Strategien zur Stabilisierung der institutionellen Finanzierung.
Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern Fundraising als ergänzendes Finanzierungsinstrument für katholische Kindertageseinrichtungen ein nachhaltiges Supportmodell darstellen kann. Auf der Grundlage theoretischer Konzepte aus Fundraising, Sozialmarketing und Nonprofit- Management sowie einer empirischen Untersuchung von Kindertageseinrichtungen eines kirchlichen Trägers werden bestehende Praktiken, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale analysiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Fundraising nicht nur zusätzliche finanzielle Ressourcen erschließen kann, sondern zugleich zur Stärkung von Netzwerken, zur Einbindung von Eltern und lokalen Akteur:innen sowie zur gesellschaftlichen Verankerung von Einrichtungen beiträgt. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine strategische und professionelle Umsetzung.