Die Tagzeitenliturgie gibt dem Gebet als elementarer Glaubensäußerung Rhythmus und Form. Zugleich öffnet sie menschliche Zeiterfahrung für eine transzendente Deutung. Im Laufe der Jahrhunderte zum Standesgebet der Klöster und Kleriker geworden, ist das Stundengebet heute vielen Menschen fremd. Das Buch will helfen, sein Potenzial neu zu heben. Dabei bleibt es nicht bei einer historisch-genetischen Darstellung stehen, sondern erschließt elementare Dimensionen über einen phänomenologisch-hermeneutischen Zugang: Zeit, Raum und Ritualität, Körper und Digitalität, Heilige Schrift und Gebet, Klang, Affekte und Stille, Meditation und Kontemplation werden interdisziplinär profiliert. Das macht Perspektiven für Verständnis und Praxis der Liturgie heute sichtbar.