Königsberg, 1940: In der größten Buchhandlung Europas leistet die junge Frieda Wehlau stillen Widerstand, indem sie verbotene Literatur an Regimegegner verkauft. Bücher sind ihre Waffe, ihre Zuflucht und ihre Hoffnung auf eine Zukunft mit Hans, ihrer großen Liebe.
Doch im August 1944 verwandeln britische Bomber die Kulturmetropole in ein Flammenmeer. Hans wird an der Front vermisst. Als im April 1945 schließlich die Rote Armee einmarschiert, beginnt das wahre Grauen. Königsberg wird zu Kaliningrad. Von den 120.000 Zivilisten überleben nur 20.000 die folgenden zwei Jahre.
Getarnt als Krankenschwester erlebt Frieda Hunger, Gewalt und Typhus. Sie sucht verzweifelt nach Hans, doch sie findet nur den Tod. Um nicht selbst zu zerbrechen, erfindet sie für sterbende Kinder Märchen. Die Grenzen zwischen Fiktion und Alptraum verschwimmen. Ist Hans wirklich noch am Leben? Oder hält nur noch die Hoffnung sie am Leben?
Eine Geschichte über Literatur als letzten Halt, wenn die Welt in Trümmern liegt.
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Basierend auf Zeitzeugeninterviews zeichnet der Historiker Christian Hardinghaus ein schonungsloses und authentisches Bild dieser vergessenen Geschichte. Marie Bierstedt interpretiert und liest sie auf authentische Weise.