Die interdisziplinäre Studie analysiert das erste bekannte neolithische Bogenfutteral, ein 1,7 m langes Objekt aus Birkenkork, das am Schnidejoch aus schmelzendem Eis geborgen wurde. Die Untersuchungen offenbaren eine komplexe Konstruktion mit verschiedenen Nähtechniken, Polsterschichten und Armierungsstäben für einen optimalen Schutz der Bogenausrüstung. Eine Materialanalyse des Birkenkorks liefert wichtige Erkenntnisse zur Konservierung. Bei der Studie wurde eine innovative Methode -eine kontrollierte Lufttrocknung - entwickelt, um das Futteral ohne Schäden trocknen zu können.