Diese Sammlung zeichnet die Geschichte der Frauenbewegung als vielstimmigen literarischen und politischen Denkraum nach. Essays, Romane, Dramen, publizistische Interventionen und autobiographisch grundierte Reflexionen treten miteinander in Beziehung: von Jane Austens gesellschaftskritischer Ironie und den Brontëschen Bildungs- und Emanzipationsromanen bis zu Henrik Ibsens bürgerlichem Konfliktdrama, Virginia Woolfs intellektueller Poetik und Clara Zetkins programmatischen Schriften. So werden Fragen nach Bildung, Arbeit, Recht, Ehe, ökonomischer Abhängigkeit und weiblicher Selbstbestimmung in ihrer ästhetischen wie historischen Vielfalt sichtbar. Die versammelten Autorinnen und Autoren verbinden unterschiedliche nationale Traditionen des 18. bis 20. Jahrhunderts mit zentralen Strömungen des Liberalismus, Realismus, Naturalismus, Sozialismus und frühen Feminismus. Louise Otto, Hedwig Dohm, Rosa Mayreder, Bertha Pappenheim und Rosa Luxemburg formulieren eigenständige Analysen gesellschaftlicher Machtverhältnisse; George Eliot, George Sand, Nathaniel Hawthorne und Victor Hugo erweitern den Horizont durch literarische Entwürfe von Geschlecht, Moral und sozialer Ordnung. Gerade die Spannung zwischen politischer Forderung und fiktionaler Erfahrung prägt den Erkenntniswert des Bandes. Geschichte der Frauenbewegung: Wichtigste Werke empfiehlt sich als konzentrierte Einführung und als Grundlage vertiefender Lektüre. Der Band ermöglicht es, unterschiedliche Argumentationsweisen, Formen des Widerstands und historische Erfahrungen vergleichend zu erschließen. Er lädt dazu ein, die Texte nicht isoliert, sondern als produktiven Dialog über Freiheit, Würde und die fortdauernde Aushandlung gesellschaftlicher Teilhabe zu lesen.
Diese Ausgabe ist dem nie endenden Kampf für Gleichberechtigung gewidmet. Die Edition versammelt die wichtigsten politischen Manifeste, Essays und Schriften zur Ermächtigung der Frau und zum Kampf für ihre Rechte. Die Sammlung enthält Memoiren der einflussreichsten feministischen Kämpferinnen und bedeutende Romane, die die untergeordnete Position der Frau in der Gesellschaft beleuchten, sowie die Stärke ihres Charakters, welche ihre angeborenen Grenzen überwinden kann.
Die Ausgabe enthält:
Schriften zur Gleichstellung:
Frauenbewegung in Deutschland (Louise Otto)
Zur Geschichte der proletarischen Frauenbewegung Deutschlands (Clara Zetkin)
Frauenwahlrecht und Klassenkampf (Rosa Luxemburg)
Zur Kritik der Weiblichkeit (Rosa Mayreder)
Frauenfrage und Frauenberuf im Judenthum (Bertha Pappenheim)
Eine Frauenstimme über Frauenstimmrecht (Bertha Pappenheim)
Entgegnung (Bertha Pappenheim)
Noch ein Wort zum Frauenstimmrecht (Bertha Pappenheim)
»Es giebt keine Kinder mehr« (Bertha Pappenheim)
Gemäßigte und radikale Frauenbewegung (Bertha Pappenheim)
Ehe und freie Liebe (Bertha Pappenheim)
Der geistige Grundriß (Bertha Pappenheim)
Gegen den Mädchenhandel (Bertha Pappenheim)
Die Frau im kirchlichen und religiösen Leben (Bertha Pappenheim)
Weh' dem, dessen Gewissen schläft! (Bertha Pappenheim)
Funkspruch an Herrn Wilson, Präsident der Vereinigten Staaten (Bertha Pappenheim)
Kinderlose Frauen (Bertha Pappenheim)
Der Warschauer Internationale Kongreß zur Bekämpfung des Mädchenhandels (Bertha Pappenheim)
Der Einzelne und die Gemeinschaft (Bertha Pappenheim)
Die jüdische Frau (Bertha Pappenheim)
Das jüdische Mädchen (Bertha Pappenheim)
Die sexuelle Krise (Grete Meisel-Heß)
Memoiren:
Geschichte meines Lebens (George Sand)
Aus dem Leben einer Frau (Louise Aston)
Memoiren der Friedensaktivistin (Bertha von Suttner)
Schicksale einer Seele (Hedwig Dohm)
Literarische Werke:
Lelia (George Sand)
Indiana (George Sand)
Orlando (Virginia Woolf)
Ann Vickers (Sinclair Lewis)
Christa Ruland (Hedwig Dohm)
Ein Puppenheim (Henrik Ibsen)
Die Herrin von Wildfell Hall (Anne Brontë)
Johanna D'Arc (Victor Hugo)
Moll Flanders (Daniel Defoe)
Der scharlachrote Buchstabe (Nathaniel Hawthorne)
Jane Eyre (Charlotte Brontë)
Die Geierwally (Wilhelmine von Hillern)
Stolz und Vorurteil (Jane Austen)
Brigitta (Adalbert Stifter)
Schloß Favorite (Luise Ahlborn)
Middlemarch (George Eliot)
Ruth (Lou Andreas-Salomé)