Eine junge Frau ist spurlos verschwunden. Verzweifelt wenden sich ihre Großeltern an den pensionierten Kommissar Konráð, den sie von früher kennen. Sie wissen, dass ihre Enkelin Drogen geschmuggelt hat, und nun ist sie unauffindbar. Eigentlich hat Konráð mit seiner beruflichen Vergangenheit abgeschlossen und widmet sich vor allem seiner eigenen Familiengeschichte. Doch als er bei seinen Recherchen auf ein kleines Mädchen stößt, das vor Jahrzehnten im Reykjavíker Stadtsee Tjörnin ertrunken ist, will er die Wahrheit unbedingt ans Licht bringen. War der Tod des Mädchens wirklich nur ein tragischer Unfall? Und gibt es eine Verbindung zum Verschwinden der jungen Frau?
Ein totes Mädchen. Eine Puppe voller Geheimnisse. Ein Ermittler, der sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss – im eiskalten Schatten von Reykjavík.
Reykjavík, wo die Mitternachtssonne auf dunkle Abgründe scheint: Als ein junges Mädchen leblos im Tjörnin-See gefunden wird, hält die Stadt den Atem an. Jahrzehnte später stößt der pensionierte Ermittler Konráð auf Spuren, die nie ans Licht kommen sollten. Eine alte Puppe, ein verschwundener Obduktionsbericht – und die Geister der Vergangenheit lassen ihn nicht los.
Konráð gräbt tiefer, als es ihm lieb ist. Während die Schatten der Nachkriegszeit und der alten Barackensiedlungen über Reykjavík liegen, verstricken sich Erinnerungen, Schuld und Schweigen zu einem Netz aus Lügen. Zwischen spiritistischen Sitzungen, Drogenmilieu und Familiengeheimnissen kämpft er darum, das Rätsel um das tote Mädchen zu lösen – und sich selbst zu retten.
Atmosphärisch, beklemmend und voller psychologischer Spannung: Arnaldur Indriðason zieht Leser in einen Cold Case, der lange nachwirkt. Wer die düstere Intensität von Jo Nesbø schätzt, wird sich diesem Islandkrimi nicht entziehen können.